Inneres und äusseres Blaukommen, die Regeln und Folgen eines solchen Unfalls sind mir bekannt. Für eine ziemlich heftige Diskussion mit einem Trottel würde ich gerne mit Daten auftrumpfen was genau, wann passiert.
Der Trottel hat keinen Dunst vom Tauchen und erzählt das er mit Blei im Rucksack und nem Gartenschlauch im Mund ins Wasser springen will.
Meine Frage: Ab wann wird ihm die Lunge (erster Versuch zu Atmen) in den Schlauch gedrückt?
>Inneres und äusseres Blaukommen, die Regeln und Folgen eines solchen >Unfalls sind mir bekannt. Für eine ziemlich heftige Diskussion mit einem >Trottel würde ich gerne mit Daten auftrumpfen was genau, wann passiert.
>Der Trottel hat keinen Dunst vom Tauchen und erzählt das er mit Blei im >Rucksack und nem Gartenschlauch im Mund ins Wasser springen will.
>Meine Frage: Ab wann wird ihm die Lunge (erster Versuch zu Atmen) in den >Schlauch gedrückt?
Wir hatten einen Unterdruckversuch mal in unserer wilden Jugendzeit durchgeführt in dem wir zwei Schnorchel mit zueinander passendem Durchmesser rohrseitig ineineandergesteckt hatten und dann mit diesem "langen" Schnorchel langsam(!) im Schwimmbad tiefer gegangen sind. Man merkt schnell, dass man in 30-50cm tiefer kaum noch atmen kann und einen extrem unangenehmen Druck auf die Lunge verspürt. Wer das mal gemacht hat verspürt wirklich keine aber auch garkeine Lust mehr, dies in größeren Tiefen zu probieren. VORSICHT!!! Das ist nicht ungefährlich und ich übernehme keinerlei Garantie das da nicht doch was passiert. Wer nicht top fit ist und hart im Nehmen sollte das lieber garnicht erst versuchen.
Aber bevor jemand mit dem Gartenschlauch ins Wasser springt ist das noch das geringere Übel und er ist nicht gleich ein Fall für Darwin.
> Inneres und äusseres Blaukommen, die Regeln und Folgen eines solchen > Unfalls sind mir bekannt. Für eine ziemlich heftige Diskussion mit einem > Trottel würde ich gerne mit Daten auftrumpfen was genau, wann passiert.
> Der Trottel hat keinen Dunst vom Tauchen und erzählt das er mit Blei im > Rucksack und nem Gartenschlauch im Mund ins Wasser springen will.
> Meine Frage: Ab wann wird ihm die Lunge (erster Versuch zu Atmen) in den > Schlauch gedrückt?
Kann man schwer sagen. Dürfte auch von seiner Physis abhängen. Ab dem ersten Meter (oder meinetwegen zwei) wird es jedenfalls ziemlich eng für ihn werden. Habe vor Jahren mal versuchsweise einen 50cm-Schnorchel gebastelt, mit dem konnte man u/w kaum noch atmen. Der Druck auf den Thorax war recht ordentlich und bereitete nach kurzer Zeit Schmerzen so dass ich dann abgebrochen habe. Die Atemarbeit war abnorm.
Ein andermal habe ich im Unterricht mit der Lunge einen Überduck erzeugt und mit einem Manometer gemessen. Die Spannung im Brustkorb war das, was ich mit der Muskulatur einer trainierten Lunge erreichen konnte. Bei p=100 mbar war Schluss, mehr packt man nicht es sei dann man ist Berufstrompeter, dann geht etwas mehr. Atmen geht also nicht mehr ab 1 Meter WT aber wann die Lunge dann die Biege macht dürfte varieren.
Er soll es ausprobieren und, wenn er kann, berichten. Ansonsten gibt es noch den "Darwin Award" für den er ein heißer Kandidat zu sein scheint.
> Wir hatten einen Unterdruckversuch mal in unserer wilden Jugendzeit > durchgeführt in dem wir zwei Schnorchel mit zueinander passendem > Durchmesser rohrseitig ineineandergesteckt hatten und dann mit diesem > "langen" Schnorchel langsam(!) im Schwimmbad tiefer gegangen sind. > Man merkt schnell, dass man in 30-50cm tiefer kaum noch atmen kann und > einen extrem unangenehmen Druck auf die Lunge verspürt. Wer das mal > gemacht hat verspürt wirklich keine aber auch garkeine Lust mehr, > dies in größeren Tiefen zu probieren. > VORSICHT!!! > Das ist nicht ungefährlich und ich übernehme keinerlei Garantie das da > nicht doch was passiert. Wer nicht top fit ist und hart im Nehmen > sollte das lieber garnicht erst versuchen.
> Aber bevor jemand mit dem Gartenschlauch ins Wasser springt ist das > noch das geringere Übel und er ist nicht gleich ein Fall für Darwin.
Moin Jürgen
Den Versuch kennt doch fast jeder aus der eigenen Kindheit ;-)
Hintenrum Gefährlich wegen der Pendelatmung.
Ich hab noch was im Hinterkopf das regelmäßiges Atmen ab ner Schnorchellänge von um und bei 50cm nicht mehr möglich ist, egal wie Trainiert und Fit man ist.
Um den Trottel mach ich mir keine Gedanken, aber das lesen noch andere, und wenn die das Versuchen, reinspringen und den ersten Zug aus 10m nehmen wollen, happy birthday.
> Der Trottel hat keinen Dunst vom Tauchen und erzählt das er mit Blei im > Rucksack und nem Gartenschlauch im Mund ins Wasser springen will.
Rechne ihm einfach mal vor, was er an Kraft auf seinen Brustkorb bekommt:
Gehen wir von einer Thorax-Fläche von 1000 cm² aus (vorsichtig geschätzt) so sind das bei 3 Meter WT und einer Druckdifferenz von 0,3 bar zur Oberfläche
p = F/A => F = p * A => F = 3 N/cm² * 1000 cm² = 3000 N entspricht 300 kg.
Das entspricht in etwa dem, was sich jemand auflädt, der unter seinen Golf kriecht und statt anständiger Stützböcke den Wagenheber zum "Sichern" verwendet und feststellen muss, dass Wagenheber doch nicht sicher stehen. Wenn der Golf dann wieder auf den Rädern steht und der Typ noch drunterliegt dürfte die Einwirkung auf den Brustkorb ähnlich sein. ;-))
Vielleicht hält ihn das von seinem Vorhaben ab. Und wenn nicht, freut sich der örtliche Bestatter. ;-)
>Den Versuch kennt doch fast jeder aus der eigenen Kindheit ;-)
na, bei so manchen Fragestellungen vermute ich, das "fast jeder" doch eine erstaunlich kleine Anzahl ist
>Hintenrum Gefährlich wegen der Pendelatmung.
Ja, aber es werden wohl die allerwenigsten solange aushalten bis Pendelatmung ein Thema wird...
>Ich hab noch was im Hinterkopf das regelmäßiges Atmen ab ner >Schnorchellänge von um und bei 50cm nicht mehr möglich ist, egal wie >Trainiert und Fit man ist.
Bei dem Versuch direkt sinnlich erfahrbar
>Um den Trottel mach ich mir keine Gedanken, aber das lesen noch andere, >und wenn die das Versuchen, reinspringen und den ersten Zug aus 10m >nehmen wollen, happy birthday.
> Kann man schwer sagen. Dürfte auch von seiner Physis abhängen. Ab dem ersten > Meter (oder meinetwegen zwei) wird es jedenfalls ziemlich eng für ihn > werden.
2m wären aber wohl schon Rekordverdächtig. Nicht die Atemarbeit! Nein, eher das er die Lippen wieder aus dem Schlauch bekommt ;-)
> Ein andermal habe ich im Unterricht mit der Lunge einen Überduck erzeugt und > mit einem Manometer gemessen. Die Spannung im Brustkorb war das, was ich mit > der Muskulatur einer trainierten Lunge erreichen konnte. Bei p=100 mbar war > Schluss, mehr packt man nicht es sei dann man ist Berufstrompeter, dann geht > etwas mehr.
Hm, Überdruck. Ich bräuchte die p- Daten ab wann die Lunge kollabiert und sich zusammenfaltet.
Als Bengel habe ich mal versucht gegen den Luftstrom eines Staubsaugers zu Atmen, Saugrohr in den Mund und den Sauger anschalten.
Automatisch öffnet man den Zugang zur Nase, soll heißen das der Saugstrom durch den Mundrachenbereich die Nase als Ansaugstutzen benutzt. Diesen Luftstrom kann man zum Atmen nutzen, ob das Gesund ist lass ich mal so im Raum stehen.
Wenn mich mein Kopf nicht täuscht schafft ein guter Sauger so um und bei 30mbar Unterdruck, und dagegen konnte ich nicht anstinken. Allerdings kommt da ja auch noch der Volumenstrom und die Luftgeschwindigkeit dazu.
> Er soll es ausprobieren und, wenn er kann, berichten. Ansonsten gibt es noch > den "Darwin Award" für den er ein heißer Kandidat zu sein scheint.
>> Den Versuch kennt doch fast jeder aus der eigenen Kindheit ;-) > na, bei so manchen Fragestellungen vermute ich, das "fast jeder" doch > eine erstaunlich kleine Anzahl ist
Oha, ich als Ostseekind, 50m zum Strand, vergesse immer das nicht jeder jeden Tag im Wasser war.
>> Hintenrum Gefährlich wegen der Pendelatmung. > Ja, aber es werden wohl die allerwenigsten solange aushalten bis > Pendelatmung ein Thema wird...
>> Hm, Überdruck. Ich bräuchte die p- Daten ab wann die Lunge kollabiert >> und sich zusammenfaltet.
> Ich denke, zuerst werden die Lungenbläschen kollabieren. Und das reicht > schon für den Exitus.
Ich denke eher an den Fall das ein Pisa- Versager sich so ne Apparatur bastelt und direkt ins Wasser springt. Erster Zug aus dem Schlauch auf Tiefe X.
Wenn die Jungs es mit langsamen Abtauchen versuchen würden, wäre ja nichts einzuwenden, da der Selbsterhaltungstrieb bei geringen Tiefen, geringem Unterdruck schon einsetzen würde und das Experiment beendet.