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Message from discussion Rheinwoche 2008
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Ignatios Souvatzis  
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 More options May 14, 7:59 am
Newsgroups: de.rec.sport.segeln
From: Ignatios Souvatzis <u502...@beverly.kleinbus.org>
Date: Wed, 14 May 2008 13:59:42 +0200
Local: Wed, May 14 2008 7:59 am
Subject: Rheinwoche 2008
Puh. Das Boot schwimmt wieder im Heimathafen im Wasser, der Hänger steht
im Winterlager, das Auto ist aufgeräumt, der Schlafsack lüftet auf der
Wäschespinne.

Die Morgenfrische nach einer Nacht voll Schlaf hat allerdings nur bis
Dienstag gegen 12 Uhr gehalten. Aber von vorn:

Samstag, 3. Mai: Kurz vor dem Jüngstentraining -ein Helfer leitet
derweil schon ein paar Neue beim Reinigen und Polieren ihrer Boote
an, denn nur 3 waren tatsächlich beim offiziellen Auswinterungstermin-
wird das Boot eingekrant. D. paddelt es zum Steg, setzt den Mast etc.

Sonntag, 4. Mai: im Morgengrauen breche ich auf, den Hänger (ohne Boot)
nach Rees zu fahren, auf dass er dort zur Verfügung stehe. Mittags wieder
zurück, auf zu einer Familienfeier bei Freunden.

ca. Mittwoch: einige fehlende Dinge werden noch eingebaut.

Freitag, 9. Mai: Morgens noch Sonnenbrille, Sonnenschutz für die Lippen
und eine Mütze gekauft, auf zum Club, aufgeräumt, Bastelkisten von Bord,
Motor montiert, Segel angeschlagen, auf die Uhr geguckt, die Türchen zum
Vorschiff nicht mehr eingebaut.

Bald darauf kommen D. und N. an - N. will die Fahrt nach Porz zum
Regattaheiligabend mitmachen. Es stellt sich heraus, dass er mit
Leib und Seele ein Dickschiffsegler ist - er sitzt nämlich an der
Pinne, und nimmt sich viel Zeit, Manöver ordnungsgemäß voranzukündigen,
nachdem sie informell längst abgesprochen sind. Das dauert ein
bischen lang für den Rhein, aber er lernt es bestimmt noch. Und es
ist ja alles gutgegangen.

In Porz ist wie immer bei solchen Gelegenheiten großer Bahnhof.
S. und M. warten schon; "wir" laden Motor, Tank, Leitung und die
Heißgeschirrkiste in den Wagen, Kleidertaschen ins Boot, und ich
bringe den Wanderpreis zum Regattabüro. Man vergißt, mich nach
der Unterschrift unter den Kontrakt zu fragen, kassiert allerdings
den Preis und das Geld und erschreckt mich mit Geschichten von
Monsterstaus auf der A3.

Ich fahre trotzdem mit S.,M. und N. im Auto los, setze sie in
Köln-Porz am Bahnhof ab, von wo aus sie gen Bonn zurückfuhren.
Ich eilte derweil gen Rees. Der Schleichstellen waren wenige,
am Ende war ich um 20:20 in Rees und hatte reichlich Zeit, auf
den Shuttlebus zu warten.

Samstag, 10. Mai: Nach dem Frühstück werde ich beim Verlassen der
Siebengebirge von der Regattaleitung angesprochen. Wir müssen noch
unterschreiben, dass wir selbst schuld haben, wenn wir gewertet
werden wollen. Naja, wurde auch Zeit...

Wie fast immer in Porz: Schleppfahrt wird angekündigt. Wir hängen
uns an eine Fam, deren Skipper viel Zeit hat - etwas schneller
hätte es schon sein dürfen - und alle naselang den Motordeckel
abnimmt, den Benzinpegel im Tank schätzt, und einmal tatsächlich
etwas nachfüllt. Trotzdem vielen Dank für's schleppen!

Nachmittags: Start normal, Wind mäßig und nicht regelmäßig und
tendenziell achterlich - wenn nur der Strom nicht so schnell wäre
- wir kommen aber ganz gut durch, 3. Platz. Die Startgruppe nach
uns (Yardstick > 110) war allerdings merkwürdig drauf - zeitweise
sah es so aus, als hätten sie eine Kette von Spinnakern quer über
den Rhein gespannt. Es ist wohl alles noch einmal gut gegangen,
aber die Regattaleitung hat hinterher an drei Schiffe (eigentlich
aus dieser Startgruppe) explizite Verwarnungen ausgesprochen. Eins
davon leider fehlidentifiziert; die ursprüngliche Beschwerde war
über ein blaues Schiff, genannt wurde hinterher ein Schiff mit
"blue" im Namen, das wir den groessten Teil der Strecke im Blick
gehabt haben und das nichts boeses angestellt hat.

Im Hafen lagen wir bei der Wassersportvereinigung Düsseldorf, wo
wir eine eigene Box bekamen, versprochen wurde relative Nachtruhe...
die halbe BM-Truppe lag praktischerweise schräg gegenüber. So
bekamen wir auch frühzeitig Kunde von einem kleinen Unfall:
eine BN hatte nicht direkt in den Hafen segeln koennen, da die
Hafeneinfahrt durch Berufsschifffahrt versperrt war, und nahm dankend
ein Schleppangebot an. Der Schlepper jedoch schaffte es, sie auf
Masthoehe zu rammen - drei Leisten angeknackst; der Skipper fuhr
schnell nach Hause und holte Material und Werkzeug, um die Leisten
provisorisch zu stabilisieren und das Loch zu verkleben.

Duschen erforderte etwas warten, war aber in der Nähe. Leider
mussten wir vorher unsere Taschen von der Siebengebirge holen, die
zwar zwischendurch in den Hafen eingelaufen kam, aber unverrichteter
Dinge wieder auslief und sich auf einen Steiger am Dammanfang legte.

Nächstes mal beim DYC, WSVD oder YCN nehme ich ein motorisiertes
Beiboot mit.

Von der Festansprache bekamen wir nicht allzuviel mit, da wir zu
spät kamen; den Rest des Abends - nach dem Essen - verbrachten
wir auf dem Oberdeck.

Sonntag, 11. Mai: kein Start um 10:30, kein Start um 10:45,
organisatorisch und fahrerisch kompetenter DLRG-Schlepp.

Im Prinzip hätten wir auch segeln koennen. Wind genug war den
groessten Teil der Strecke da. Aber der Wettfahrtleiter hat sich
schon selbst geärgert.

Sonntag nachmittag von Ruhrort nach Wesel wurde aber gesegelt.
Wind war immer noch genug da - die Böen waren sogar etwas heftig
- und es war groesstenteils ein Kreuzkurs. Wir konnten das
Mannschaftsgewicht voll einsetzen und errangen den 2. Platz - und
damit auch die, naja, "Tages"wertung aus den ersten beiden Wettfahrten
- eine Urkunde und Rheinwochen-T-Sweatshirts.

In Wesel kamen wir ohne Unfälle unter Segel in den Hafen; wir haben
es - wie einige andere BMs - geschafft, uns an irgendwelchen
Einweisern vorbeizumogeln und lagen am Ende zu dritt quer vor zwei
Seitenstegkoepfen hinter einer Motoryacht.

Montag, 12. Mai: wie schon einmal lag der Start 1.5 km weg - und
diesmal wollte ich nicht 4 Minuten hinter dem Rest starten. Es war
verdammt knapp, aber es schien mir beim Startschuss, als wäre es
so gerade um 4 oder 5 Sekunden noch gut gegangen. Deutlich Leewärts
lag noch eine BM, und ich bezog den Einzelrueckruf nicht auf mich...

Die Strecke war anstrengend, weil der Wind immer wieder mal vom
Strom eingeholt wurde; zwischendurch verloren wir den Ausbaumer
und fischten ihn wieder auf, was uns ca. 1 Platz gekostet hätte
- wenn die Regattaleitung uns nicht "drueber" gesehen gehabt hätte.
OCS.  Die kompletten Ergebnisse liegen mir noch nicht vor - nur
die Preisränge wurden verlesen - so dass ich noch nicht weiss,
wie sehr ich mich ärgern soll. ;-)

Abtakeln und kranen ging recht problemlos, ebenso die Fahrt nach
Hause. Einkranen jedoch war etwas kompliziert - erst mussten wir
den Absperrkettenschluessel im Clubhaus holen, da niemand mehr dort
war, dann kam doch noch N2 mit gelegtem Mast unter Motor wieder in
den Hafen und brachte den Clubnachen herueber - zu spät fuer den
Zweck. Wg. defekten Steuerkabels musste ich vom Steuerkasten aus
kranen. Immerhin hat uns N2 nach hastig getaner Arbeit (sprich:
Festmachen, Persenning drauf; zum zusätzlich noch Mast stellen
(speziell fuer die Vorbereitung) war es schon zu dunkel) wieder
zurueckgepaddelt und den Kettenschluessel wieder mitgenommen;
vielen Dank auch!

Verluste auf der Strecke: eine Mütze bei der Anreise am Freitag;
das Drahtseil im Gelenk der selbstgebauten Pinnenverlängerung brach,
so dass wir die alte wieder montierten; eine unpassende Schraube
dafuer hielt nur bis knapp im Mahnensee in Rees.

Das war's von der Rheinwoche 2008 - die nächste kommt bestimmt!

--
seal your e-mail: http://www.gnupg.org/


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