> Wenn man spenden möchte, über welche dieser Organisationen ist am > effektivsten?
Wenn schon, dann eine Organisation mit Spendensiegel. Unicef Deutschland musste sein Spendensiegel ja gerade abgeben. Eine Liste der Organisationen *mit* Spendensiegel findest du unter: <http://www.dzi.de/Spenden_Info_Myanmar.pdf>
Claudio Brenda wrote: >> das Land heißt Birma. > Es heißt Burma!
Fahr ich auf der falschen Straßenseite und hab einen Hang zu schlechtem Essen und lausigem Bier? Nein, also bleibe ich bei Birma.
Lustige Anekdote:
Letztes Jahr hab ich vor der Überfahrt nach Koh Tao ein Langzeit Traveller Pärchen in Chumpong getroffen. Die wollten sieben Monate durch Asien reisen, die Unterkunft sollte immer so günstig und "ursprünglich" wie möglich sein, sind aber ein paar Wochen in Chumpong hängen geblieben.
Vor meiner Abfahrt nach Koh Tao haben wir uns noch über Birma unterhalten. Weil da aktuell gerade wieder ein paar Demonstranten gemezelt wurden waren wir uns einig, dass man nicht nach Birma fahren sollte.
Als ich 5 Tage später wieder von Koh Tao zurück kam hab ich sie zufällig erneut getroffen. Weil ihr Visa abzulaufen drohte hatten sie in der Zeit einen Visa Run nach Myanmar gemacht. Irgend so eine vorgelagerte Insel mit einem 5-Sterne Hotel drauf.
Stundenlang konnten sie auf einmal erzählen wie toll es in Myanmar war, das Essen, die Leute, das Hotel, die Natur, alles soooo toll. Birma hatten sie in der Zwischenzeit komplett vergessen. Zum Glück fuhr mein Bus gleich nach dem Essen und ich konnte mich verabschieden.
On Mon, 12 May 2008 13:47:48 +0200, Jürgen Schmadlak
<news-southc...@arcor.de> wrote: >Aber solange Than Shwe darauf besteht dass die Hilfsgüter erst mal >bei ihm abgeliefert werden, spende ich nicht.
Ich bin zur Zeit in Mae Hong Son und im Burmesischen Fernsehen sieht man nicht eine ausländische Organisation Hilfsgüter verteilen. Es wird immer nur das burmesische Militär gezeigt. Und es wird auch nicht erwähnt das Hilfe aus dem Ausland kommt. Ich denke mal das ist auch ein Grund dafür das sich die thailändische Regierung nicht einig ist ob sie helfen soll oder nicht. Vielleicht aber auch mit Rückblick auf das brutale Vorgehen des burmesischen Militärs gegen die Demonstranten. Ins besonderen die demütigenden Behandlung der buddhistischen Mönche.
Nur eins sollte man bei aller berechtigter Kritik nicht aus dem Auge verlieren, man hilft den Menschen und nicht der Regierung. Und die Menschen haben es nötig. Meine Meinung der sich niemand anschließen muss.
Am Mon, 12 May 2008 15:46:10 +0200 schrieb Henning Weede:
> Caritas und andere Organisationen der Katholischen Kirche > müssten erstmal nachweisen, dass sie inzwischen Fachleute, > die vor Ort tätig werden und Projekte leiten sollen, nach deren > Qualifikation und nicht mehr nach Frömmigkeit/Religionszugehörigkeit > einstellen und keine Probleme damit haben, die Leitung von > Projekten auch einem Muslim anzuvertreuen, wenn der bessere > fachliche Voraussetzungen und Referenzen nachweisen kann als > seine frommen katholischen Mitbewerber.
Im Fall von Burma würde ich nicht davon ausgehen, daß religiös geprägte Hilfsorganisationen (so sie denn nicht buddhistisch sind) dort gute Karten haben. IIRC bekommen dort schon seit Jahrzehnten Leute die im weitesten Sinne mit "Kirche" zu tun haben erst gar kein Besuchsvisum (Journalisten übrigens auch nicht). Wenn also jemand die Chance hat, Hilfsgüter ins Land zu bringen, dann wohl noch am ehesten die Thais, die dürften auch am ehesten über Kontakte zur Junta und den Rebellen verfügen - und ohne die wird es nicht gehen.
In article <xjajy27a9noh$.foa3irg7yegx....@40tude.net>, Frank Hucklenbroich says...
> Im Fall von Burma würde ich nicht davon ausgehen, daß religiös geprägte > Hilfsorganisationen (so sie denn nicht buddhistisch sind) dort gute Karten > haben. IIRC bekommen dort schon seit Jahrzehnten Leute die im weitesten > Sinne mit "Kirche" zu tun haben erst gar kein Besuchsvisum (Journalisten > übrigens auch nicht). Wenn also jemand die Chance hat, Hilfsgüter ins Land > zu bringen, dann wohl noch am ehesten die Thais, die dürften auch am > ehesten über Kontakte zur Junta und den Rebellen verfügen - und ohne die > wird es nicht gehen.
Und über welchen Kanal kann man diese Thais unterstützen, damit sie Hilfe ins Land bringen? --
ich muß mich berichtigen. Heute wurden auch Hilfsgüter gezeigt die vom IRK und aus Thailand kamen. Es wurde auch gezeigt wie die Thais Hilfsgüter an das burmesische Militär übergaben. Aber es wurde nicht gezeigt das ausländische Organisationen sich im Land befinden und sich aktiv an der Hilfe vor Ort beteiligen. Zu sehen ist nur das burmesische Militär.
OK sei's drum, ich habe hier auch gespendet und bin mir sicher das die Spende zu100% da ankommt wo sie auch hin soll. Und das nicht über 50% in der Administration wie beim DRK hängen bleibt.
On Mon, 12 May 2008 21:11:12 +0200, Jürgen Schmadlak
<news-southc...@arcor.de> wrote: >Fahr ich auf der falschen Straßenseite und hab einen Hang zu >schlechtem Essen und lausigem Bier? Nein, also bleibe ich bei Birma.
Und in Birma fährt man auf der richtigen Seite? Wenn Du Dich einmal damit beschäftigen würdest woher das Rechts oder Links fahren kommt. So würdest Du feststellen das wir es sind die auf der "falschen" Seite fahren. Und was das schlechte Essen betrifft, so ist das in erster Linie Geschmackssache.
>Weil ihr Visa abzulaufen drohte hatten >sie in der Zeit einen Visa Run nach Myanmar gemacht.
Und wo ist das Problen? Wenn es mit meinem Visum eng wird fahre ich auch nach Mae Sai. Myanmar ist für mich auch nicht DAS Reiseland. Genauso wenig wie die USA, die Türkei oder Israel. Da würde ich auch nur hinfahren wenn ich es muss.
>Stundenlang konnten sie auf einmal erzählen wie toll es in Myanmar >war, das Essen, die Leute, das Hotel, die Natur, alles soooo toll.
Nur weil die Regierung in Myanmar nichts taugt muss doch der Rest nicht schlecht sein. Ist doch bei den von mir aufgezählten Ländern nicht anders.
> Zum Glück >fuhr mein Bus gleich nach dem Essen und ich konnte mich >verabschieden.
Wo war das? In Surat? Sag mir mal das Lokal, ich möchte auch mal Stundenlang essen. Ein so gutes Restaurant ist mir bisher in Surat entgangen.